Gehen oder bleiben – Gründe warum neu eingestellte Mitarbeiter das Weite suchen

 

 

Berichte von Jobsuchenden

 

Seit Jahren bin ich auch als Job-Coach erfolgreich tätig. Auch für Führungskräfte. Warum ich das mache, wollen Sie wissen? Ganz einfach: so bekomme ich immer aktuell mit, was in den Unternehmen „los ist“. Und was aus Mitarbeitersicht Themen sind, die überdacht und möglichst geändert werden sollten.

 

Vor vielen Jahren waren „Hoher Personalkrankenstand, hohe Personalfluktuation und Fachkräftemangel“ die Themen, die mir ständig auf Unternehmer-Veranstaltungen begegnet sind. Nun heißen sie „Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterfindung und Fachkräftemangel“. Und eigentlich geht es um genau dasselbe.

 

Und natürlich interessiert mich alles, was für meine Zielgruppe wichtig und interessant ist.

 

Um Lösungen für die Herausforderungen von Unternehmern und Führungskräften zu finden, gehört für mich alles dazu, was zum „System Unternehmen“ gehört. Also alle Menschen, die dort arbeiten, deren Werte und die Unternehmenskultur, die Abläufe und die “Hardware” (Immobilien, Maschinen, Inneneinrichtungen usw.). Je nach Themenstellung gehören die Kunden, Zulieferer und Speditionen ebenso dazu.

 

So wie es intern läuft, hat es extern Auswirkungen. Man sollte als Chef schon genau wissen was im eigenen Unternehmen – wirklich – los ist und wie es von außen wahrgenommen wird.

 

Wenn also neue Mitarbeiter gesucht werden, sollte der Unternehmer, Geschäftsführer oder Personalverantwortliche die Mitarbeiter und die Firma gut kennen.

 

Wer wird gebraucht? Welche Kompetenzen sollen ergänzen? Passt der neue Kollege / die neue Kollegin ins Team? Und: wer soll der Pate werden und begleiten? Gibt es Probleme im Team? Oder ist es eine eingeschworene Gemeinschaft, die eigentlich keine neuen Mitglieder wünscht? Wie ist das Durchschnittsalter? Usw.

 

Denken Sie, dass ist doch übertrieben? Na, dann lesen Sie mal, was mir schon alles von Jobsuchenden erzählt worden ist. Warum nach erstmal großer Freude darüber, dass sie den neuen Job bekommen haben, dann schnell die Frustration kam und sie „freiwillig“ wieder gegangen sind.

 

–  Stellenausschreibung und Vorstellungsgespräch hatten nichts mit dem zu tun, was dann getan werden sollte

 

–  Die Neuen waren unter- oder überfordert

 

–  Unterfordert: Sie hatten kaum etwas zu tun bzw. die Arbeit entsprach nicht ihren Qualifikationen

 

–  Unterfordert:

Die ausgeschriebene Stelle sollte neu ins Unternehmen integriert werden. Aber es war noch nichts in der Richtung vorbereitet oder schon umgesetzt worden. Sprich: Es gab keine entsprechende Arbeit für die neuen Mitarbeiter. Sie wurden damit vertröstet, dass man sich demnächst darum kümmern würde. Momentan sei aber keine Zeit dafür.

Ihr Angebot solange woanders aus zu helfen wurde strikt abgelehnt. Das wäre nicht nötig und würde nur den Ablauf stören, da sie sich doch nicht auskennen. Und für eine Einarbeitung wäre keine Zeit. Wie gesagt, bald bekämen sie die Arbeit für die sie eingestellt wurden. –

Nach wenigen Wochen haben die Neuen wieder gekündigt. Nichts zu tun zu haben und dann auch zu keinem Team zu gehören hat den Beigeschmack einer „Einzelhaft“. Sorry, wenn ich hier einen so krassen Vergleich ziehe.

 

–  Überfordert:

Es gab keine Einarbeitung. Nach einer ganz kurzen Erklärung was erwartet wurde, mit dem Hinweis „da ist dann ihr Arbeitsplatz“, wurde der neue Mitarbeiter allein gelassen. Der Vorgänger war längst weg, für Erklärungen oder die Beantwortung von Fragen keine Zeit.

Klar, dass so Fehler vorprogrammiert sind, oder? Für die war dann der neue Mitarbeiter verantwortlich und wurde „lang gemacht“. – Danke, das war´s dann auch. Einsicht vom Chef – null. Es stellte sich raus, dass er das immer so macht. Und die Neuen immer schnell das Weite suchen…

 

  • –  Junge, gut aussehende Frauen berichteten, dass sie es besonders schwer hatten ins Team aufgenommen zu werden. Weil die Chefs sie besonders nett behandelten, den anderen Mitarbeiterinnen aber wenig Beachtung schenkten. Dadurch entstand Neid. Da sich dies auch nach ein paar Wochen nicht änderte – jedenfalls nicht ins Positive – gingen auch sie wieder.

 

–  Bevorzugung von neuen Mitarbeitern, auch Männern, von denen man sich viel erhofft, gegenüber den „alteingesessenen Mitarbeitern“ ist ein Problem. Für alle.

 

  • –  Wenn Mitarbeiter ohne die Einbeziehung der jeweils anschließend für den neuen Mitarbeiter zuständige Führungskraft eingestellt und diese ihm/ihr dann „untergeschoben“ werden, kann das sehr unangenehme Folgen für diese Menschen haben. Bewusst oder unbewusst („Verhalten“) macht die Führungskraft den neuen Mitarbeiter dafür verantwortlich, bei der Auswahl nicht einbezogen worden zu sein.

 

  • –  Es gibt keine „Paten“ oder die Paten möchten die Einarbeitungsbegleitung nicht übernehmen. Vielleicht weil die Chemie zwischen den beiden nicht stimmt, derjenige den Posten selbst gerne gehabt hätte oder weil es Zeit kostet, jemand neues zu begleiten und der Person alles zu erklären und noch lange für Fragen zuständig zu sein. Diese Zeit fehlt bei der eigenen Arbeit. Und wenn dann die Führungskraft das nicht mit einplant und der Pate deswegen Ärger bekommt …

 

So oder so ähnlich habe ich es immer wieder gehört.

 

Und hierzu noch ein Hinweis für Unternehmer und Führungskräfte:

Durch Selbstreflexion kommen Sie zu besserer Führung und mehr Erfolg!

 

Bei dem, was Sie hier gelesen haben, geht es um die Mitarbeiterfindung. Zu den Instrumenten für die Mitarbeiterbindung komme ich ein anderes Mal.

 

Wenn Sie Fragen dazu haben, melden Sie sich gerne bei mir.

 

Hier können Sie sich einen kostenfreien Erstberatungstermin buchen. Ohne Risiko. Bei den Nebenwirkungen bin ich mir da aber nicht so sicher…

 

https://calendly.com/michaela_thrun_erstgespraech/30min

  oder  01577 28 666 34

 

Herzlichst Ihre

 

Michaela Thrun

Eheberaterin für Unternehmen