Meine Tür steht Jedem offen … aber es kommt keiner…

Die Alternative: Statt Chefbüro der Chef im Open Space

 

 

Der Chef hat´s gut. Der hat ein eigenes  Büro und kann die Tür zu machen. Wenn er will. Oder er lässt die Bürotür auf und alle wissen, sie können mit ihren Problemen zu ihm kommen.

 

So gut so schön. Was ist aber, wenn die Mitarbeiter trotz offener Tür nicht zum Chef kommen? Liegt es vielleicht daran, dass der Weg vom eigenen Arbeitsplatz dorthin zu weit ist?

 

Das Open Space als moderne Variante des Großraumbüros soll den Austausch und die Kreativität fördern. Indem sich jeder – auch der Chef – jeden Tag einen neuen Schreibtisch suchen muss. Gute Idee, aber wieso sollten dadurch die Probleme aus dem Großraumbüro verschwinden?

 

Na die vielleicht nicht, aber wenn der Chef statt weit weg im Chefbüro hier mittendrin sitzt, ist er wenigstens  schneller für die Mitarbeiter ansprechbar. Und hat keine Privilegien was einen festen Platz angeht.

 

Um sich wohl zu fühlen und mit ihrer Firma zu identifizieren brauchen die meisten Mitarbeiter einen festen Platz, den sie sich persönlich einrichten können. Z.B. mit Familienfotos, Deko-Gegenständen, Blumen usw. Das gibt ihnen Sicherheit und entspannt sie. Aber sicher nicht ständig auf der Suche einem neuen Platz zu sein. ..

 

Das Open Space als Lösung?  – Was macht der Chef denn, wenn er ein Telefonat führen will, bei dem es nicht angebracht ist, dass jeder mithören kann? Dann sucht er sich einen Rückzugsort an dem er ungestört ist. Also einen Raum, bei dem er die Tür zu machen kann.

 

Kommen wir zu den Führungskräften. Ja – sie sollen bei ihren Mitarbeiter, bei ihrem Team sein. Unbedingt. Aber nicht mittendrin sitzen wie beim Open Space.

 

Das ist dann keine Führung sondern Kontrolle in den Augen der Mitarbeiter. Und macht ihnen Stress.

 

Positiv angenommen wird es, wenn der Chef öfter mal durchgeht. Die Mitarbeiter “wahrnimmt”, also hier und da mal ein kurzes “Schwätzchen” hält, den Augenkontakt sucht, zeitnah lobt, um persönliches Feedback bittet – gerne auch morgens durch die Abteilung geht und evtl. jeden Mitarbeiter  einzeln begrüßt.

 

Ja, es gibt diese Chefs. Und alle haben mir gesagt, dass sie sich das nicht mehr nehmen lassen wollen.

 

So bauen sie Vertrauen auf und bekommen sehr schnell mit, wenn den Mitarbeiter etwas bedrückt. Und können direkt gegensteuern.

 

Gegenseitige Wertschätzung, Vertrauen und Respekt sind die Zauberworte, die die Mitarbeiter motivieren und sie die immer schneller werdenden Neuerungen mittragen lassen.

 

Wenn ein Chef nicht in einem Büro weit weg sitzen möchte, wie wäre es dann mit einem Büro – evtl. mit Glasfront – am Einsatzort seines Teams? Ist die Tür auf,  kann jeder reinkommen. Und weiß, wenn die Tür zu ist, kann der Chef nicht gestört werden, weil er z. B. ein persönliches  Gespräch mit einem Kollegen führt. Oder mit einem wichtigen Telefonat für Aufträge und somit für die Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes sorgt.

 

Wenn die Mitarbeiter nicht oder kaum zum Chef kommen, wenn sie etwas bedrückt, hat das sicher nichts mit der Bürotür zu tun.

 

Die Mitarbeiter in Großraumbüros benennen immer wieder dieselben Probleme:

 

Es ist zu laut, man kann sich schlecht konzentrieren, durch das Hin-und Her im Großraumbüro wird man ständig abgelenkt, usw.

 

Durch diese permanente Anspannung und Ablenkung machen die Mitarbeiter Fehler – die Reklamationsrate steigt und das Betriebsklima sinkt.

 

Sie werden schneller krank. Übrigens auch bei Lärmschutzmaßnahmen.

 

Wenn Sie als Unternehmer oder Führungskraft mehr darüber wissen wollen, dann lassen Sie uns gerne sprechen.

 

Sie erreichen mich unter >>> 01577 28 666 34 <<< oder per Mail unter  mth@michaela-thrun.de